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SUMMARY:EINFACH GRÜN: Das Klima mit Pflanzen verbessern
DESCRIPTION:Selten waren Grünräume derart gefragt wie seit Beginn der C
 OVID-19-Pandemie. Vor allem in den Großstädten fehlt vielen Menschen di
 e Möglichkeit\, in unmittelbarer Nähe raus aus der häuslichen Enge i
 ns Grüne zu flüchten. Nicht nur steigt die Nachfrage auf dem Immobilie
 nmarkt nach Wohnungen mit Balkonen oder Gärten erheblich\, auch Parks un
 d öffentliche Grünflächen sind seither stärker frequentiert. Der B
 egriff der „gestressten Stadt“ wird daher auch auf Stadtparks als „g
 estresstes Grün“ erweitert. Vor allem in den Millionenstädten zeichn
 en sich immer stärker die Folgen des Klimawandels ab. Sie sind zunehmend
  mit erhöhten Feinstaubwerten und Lärmentwicklung sowie Überhitzung 
 (heat island effect) konfrontiert.Zugleich schreitet die Urbanisierung imm
 er weiter voran – die Städte werden nicht nur dichter\, sondern greife
 n dabei immer weiter aus. Dennoch ist es keine Alternative\, so Richard Se
 nnett in „Die offene Stadt“\, aufgrund der Klimaveränderungen nicht 
 mehr zu bauen\, sondern neue Wege einzuschlagen und auf Anpassung und Repa
 ratur der Stadt zu setzen.Die Begrünung der horizontalen und vertikalen 
 Gebäudehülle ist eine Möglichkeit\, über die boden-gebundenen Gru
 ̈nflächen hinaus\, die Stadtlandschaft zu reparieren. Das „unkalkulie
 rbare Grün“ – so die Einschätzung vieler Architekten – bringt da
 bei zugleich Vorteile und Herausforderungen mit sich. Den kursierenden Vor
 urteilen wie hohe Herstellungs- und Pflegekosten stehen relativierende\, i
 n Zahlen nachweisbare positive Auswirkungen gegenüber: So wirken begrü
 nte Dächer und Fassaden auf das Gebäude selbst wie auch auf die unmitt
 elbare Umgebung. Grünräume sind nicht als Kosten-\, sondern als Wertfa
 ktor für die Gesundheit von Mensch\, Stadt und Umwelt zu begreifen. Zahl
 reiche Studien belegen nicht nur eine langfristige Zunahme der Artenvielfa
 lt von Flora und Fauna\, sondern auch die messbare Veränderung stadtklim
 atischer Faktoren\, sobald Grün die Architektur erobert.Die Herausforder
 ung ist klar und längst keine Vision mehr: Je mehr Grünbauten sich ü
 ber einen längeren Zeitraum etablieren und von Nutzern\, Bauherren und d
 er Stadtgesellschaft positiv bewertet werden\, desto deutlicher ist die Bo
 tschaft. Es ist an der Zeit – viele Beispiele in Deutschland und weltwei
 t demonstrieren\, dass es möglich ist!Referenten:innen:Nicole Pfoser\, p
 arc . architektur+freiraum und Hochschule für Wirtschaft und Umwelt Nürt
 ingen-GeislingenMartin Pauli\, Arup\, BerlinChristoph Ingenhoven\, ingenho
 ven architects\, DüsseldorfPeter Cachola Schmal\, Deutsches Architekturmu
 seum (DAM)\, Frankfurt am Main
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