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SUMMARY:Emotion – Ordnung – Konflikt. Theorien und Praktiken juridische
 r Zentrumsbildung in Italien
DESCRIPTION:In Florenz wurde 2012 unweit des Flughafens der Palazzo del Tri
 bunale eröffnet\, der auf Planungen der 1970er Jahre rekurriert und aufgr
 und seiner dezentralen Lage und Monumentalität die Gemüter erhitzt. Ausg
 ehend von diesem Beispiel beleuchtet mein Vortrag Prozesse juridischer Zen
 trumsbildung in Italien aus diachroner Perspektive. Von besonderem Interes
 se im Hinblick auf Ordnungsvorstellungen ist zum einen die städtebauliche
  Dimension. Zum anderen geht es um die Frage nach Wahrnehmung und Wirkung 
 der Justizarchitektur\, die die Begegnung mit einer solch abstrakten Grö
 ße wie dem Gesetz orchestriert und mit der angestrebten wie realen Verfas
 stheit von Stadt und Staat in besonderer Weise zusammenhängt. Den Schwerp
 unkt der Betrachtung bildet die Stadt Mailand\, in der sich – auch aus S
 icht der longue durée – besonders lebendige Reflexionen und Konflikte i
 n Architekturtheorie\, Architektur(entwurf) und Städtebau seit dem 15. Ja
 hrhundert abzeichnen.Brigitte Sölch ist Professorin für Kunst- und Archi
 tekturgeschichte an der Ruprecht-Karls-Universität Heidelberg (ZEGK – I
 nstitut für Europäische Kunstgeschichte). Sie promovierte an der ETH Zü
 rich und an der Universität Augsburg (2003) und habilitierte an der Humbo
 ldt-Universität zu Berlin (2018)\, nachdem sie zuerst Wissenschaftliche A
 ssistentin\, dann Senior Research Scholar am Kunsthistorischen Institut in
  Florenz (Max-Planck-Institut) war. Sie vertrat die Professur für Kunstge
 schichte mit dem Schwerpunkt Architektur an der Ruhr-Universität Bochum u
 nd hatte den Lehrstuhl für Architektur- und Designgeschichte/Architekturt
 heorie an der Staatlichen Akademie der Bildenden Künste Stuttgart inne. I
 m Jahr 2019 war sie Weinberg Fellow an der Italian Academy for Advanced St
 udies der Columbia University in New York City. Zu ihren Publikationen zä
 hlen „Das Forum – nur eine Idee? Eine Problemgeschichte aus kunst- und
  architekturhistorischer Perspektive. 15.–21.Jh.“ (Habilitationsschrif
 t in Vorbereitung für den Druck) und „Francesco Bianchini (1662–1729)
  und die Anfänge öffentlicher Museen in Rom (Deutscher Kunstverlag\, 200
 7“. Ihr Forschungsinteresse gilt insbesondere der Bild- und Architekturg
 eschichte mit Bezug zur (politischen) Ideengeschichte im 15.–21. Jahrhun
 dert.
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