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        <title><![CDATA[Beyond EVE: Events]]></title>
        <link><![CDATA[https://beyond-eve.com/events/rss]]></link>
        <description><![CDATA[]]></description>
        <language>de-DE</language>
        <pubDate>Sun, 30 Jun 2024 17:10:25 +0200</pubDate>

                    <item>
                <title><![CDATA[Weimar und wir? Zur Kontinuität politischer Gewalt in Deutschland]]></title>
                <link>https://beyond-eve.com/events/weimar-und-wir-zur-kontinuitat-politischer-gewalt-in-deutschland</link>
                <description><![CDATA[<p>Begleitprogramm zur Ausstellung „Gewalt gegen Weimar. Zerreißproben der frühen Republik 1918–1923“</p><p>Immer öfter schlägt Politikern und Politikerinnen in der Bundesrepublik Gewalt entge-gen. Die rechtsextreme Hasskriminalität nimmt zu. Und die Blutspur des rechten Terrors in der vereinigten Bundesrepublik zieht sich von Hanau und Halle bis nach Kassel und München. Im Frühjahr 2024 begann der Prozess gegen eine „Reichsbürger“-Gruppe, die der Anklage zufolge die Bundesregierung stürzen und mehrere Prominente und Politiker hinrichten wollte. „Das riecht verdammt nach Weimar“ stand im Februar 2024 auf einem Schild bei der Großdemonstration gegen rechts vor dem Berliner Reichstag. Ist dem so? Das Podiumsgespräch geht der Frage nach den Kontinuitätslinien politischer Gewalt in Deutschland nach: Sind die sich aufdrängenden Parallelen zur Gewalt-geschichte der Weimarer Republik inhaltlich begründet, oder führt der Weimar-Vergleich in die Irre, wenn es um die heutigen Herausforderungen der Demokratie geht?</p><ul><li>Alexander Gallus ist Professor für Politische Theorie und Ideengeschichte an der Technischen Universität Chemnitz.</li><li>Franka Maubach ist Gastprofessorin für Deutsche Geschichte im 20. Jahrhundert mit Schwerpunkt im Nationalsozialismus an der Humboldt-Universität zu Berlin.</li><li>Mike Schmeitzner ist Historiker am Hannah-Arendt-Institut für Totalitarismusfor-schung an der Technischen Universität Dresden und dort apl. Professor für Neuere und Neueste Geschichte.</li><li>Benjamin Ziemann ist Professor für Neuere deutsche Geschichte an der University of Sheffield.</li><li>Martin Sabrow ist Professor em. für Neueste und Zeitgeschichte an der Humboldt-Universität zu Berlin und war bis 2021 Direktor des Leibniz-Zentrums für Zeithistori-sche Forschung Potsdam. Er ist wissenschaftlicher Leiter der Ausstellung „Gewalt gegen Weimar“ und Herausgeber des gleichnamigen Sammelbands.</li></ul>]]></description>
                <author><![CDATA[Topographie des Terrors]]></author>
                <pubDate>Sun, 30 Jun 2024 16:44:29 +0200</pubDate>
                            </item>
                    <item>
                <title><![CDATA[Topographie des Terrors]]></title>
                <link>https://beyond-eve.com/organisations/topographie-des-terrors</link>
                <description><![CDATA[<p>Die Stiftung Topographie des Terrors wurde am 28. Januar 1992 vom Berliner Senat als unselbständige Stiftung öffentlichen Rechts gegründet. Mit Stiftungsgesetz vom 8. April 1995 wurde sie als selbständige Stiftung konstituiert. Gemeinsame Träger sind seit Januar 1994 das Land Berlin und die Bundes­republik Deutschland.</p><p>Gemäß <a href="https://gesetze.berlin.de/perma?j=TopoTerrorStiftErG_BE_!_2" rel="noopener noreferrer" target="_blank">Stiftungsgesetz</a> besteht der Zweck der Stiftung Topographie des Terrors in der Vermittlung historischer Kenntnisse über den Nationalsozialismus und seine Verbrechen sowie der Anregung zur aktiven Auseinandersetzung mit dieser Geschichte, einschließlich ihrer Folgen nach 1945. Des weiteren übernimmt die Stiftung bei entsprechenden Fragestellungen beratende Funktionen für das Land Berlin. Gremien der Stiftung sind neben dem Stiftungsrat ein Internationaler Beirat und ein Arbeitsausschuss, in den Berliner Experten berufen werden.</p>]]></description>
                <author><![CDATA[Topographie des Terrors]]></author>
                <pubDate>Sun, 30 Jun 2024 16:44:48 +0200</pubDate>
                            </item>
                    <item>
                <title><![CDATA[Die verdrängte Seite der Stadt]]></title>
                <link>https://beyond-eve.com/technicalarticles/die-verdrangte-seite-der-stadt</link>
                <description><![CDATA[<h4><strong>Jede Stadt produziert Abfall – das ist eine Konstante ihrer Geschichte. Gewandelt hat sich über die Zeit allerdings nicht nur dessen Menge, sondern auch der Wert, der dem Müll beigemessen wurde.</strong></h4><p><strong>Müll</strong> ist ein Gattungsmerkmal: Menschen haben schon immer Abfälle produziert, Dinge, mit denen sie nichts mehr anfangen konnten, die sie störten, die sie als schmutzig empfanden. Was sie allerdings an Müll produzierten, hat sich durch die Geschichte hindurch stark verändert: In vormodernen Gesellschaften bis ins 18. Jahrhundert fielen hauptsächlich organische Abfälle an, die nach kurzer Zeit zu Kompost wurden. Heute hingegen wird nicht nur immer mehr, sondern immer diverserer Müll produziert. Gerade Chemikalien oder Kunststoffe vergehen nicht mehr so einfach – eine im Meer schwimmende Plastikflasche braucht bis zu tausend Jahre, bis sie sich vollständig zersetz hat.</p><p><strong>Text: Köster, Roman, München</strong></p>]]></description>
                <author><![CDATA[Bauverlag BV GmbH - Bauwelt <mail@bauwelt.de>]]></author>
                <pubDate>Sun, 30 Jun 2024 17:10:25 +0200</pubDate>
                            </item>
                    <item>
                <title><![CDATA[Schrift und Zahl – Die Anfänge in Mesopotamien]]></title>
                <link>https://beyond-eve.com/events/schrift-und-zahl-die-anfange-in-mesopotamien</link>
                <description><![CDATA[<p>Einst brachten die Flüsse Euphrat und Tigris jeden Frühling Schmelzwasser aus den Bergen in die Flutebene des Iraks, und jedes Jahr musste das fruchtbare Ackerland neu vermessen werden. In der Großstadt Uruk entwickelten vor über sechstausend Jahren die Behörden ein Notationssystem von Schrift und Zahl, mit dem sie sich ihre Welt untertan machten. </p><p><br></p><p>Wirtschaftliche Berechnungen wollte man möglichst einfach halten. Das Jahr konzipierte man als Einheit von 360 Tagen, mit zwölf Monaten von 30 Tagen; die Diskrepanz von fünf bis sechs Tagen zum Sonnenjahr wurde als unproduktive Feiertagsperiode zu Neujahr einfach ignoriert. Die sexagesimale Kalkulation mit den Faktoren sechs und zehn wurde auf viele andere Lebensbereiche übertragen und hatte eine ganz unerhörte Wirkung darauf, wie die Menschen ihre Umwelt wahrnahmen. Das beständige Schreibmaterial Ton erlaubt uns heute tiefe Einblicke in diese längst vergangene und dennoch sehr moderne Kultur.</p><p><br></p><p>Vortragende: <a href="https://www.ag.geschichte.uni-muenchen.de/personen/mitarbeiter/radner/index.html" rel="noopener noreferrer" target="_blank">Prof. Dr. Karen Radner</a>, Ludwig-Maximilians-Universität München, Lehrstuhl für die Alte Geschichte des Nahen und Mittleren Ostens</p>]]></description>
                <author><![CDATA[Heinz Nixdorf MuseumsForum <service@hnf.de>]]></author>
                <pubDate>Sun, 06 Mar 2022 18:11:34 +0100</pubDate>
                            </item>
                    <item>
                <title><![CDATA[There’s plenty of room at the bottom – Richard Feynman und die Zukunft des Digitalcomputers]]></title>
                <link>https://beyond-eve.com/events/theres-plenty-of-room-at-the-bottom-richard-feynman-und-die-zukunft-des-digitalcomputers</link>
                <description><![CDATA[<p>Dass die Idee eines Quantencomputers bereits mehr als 60 Jahre alt ist, verwundert. Tatsächlich hat der Physik-Nobelpreisträger Richard Feynman bereits 1959 über Nanotechnologie und Quantencomputer nachgedacht. Zu dieser Zeit waren Digitalrechner nur wenig verbreitet. Mittlerweile gibt es Quantencomputer, von denen einer in Deutschland steht. Im Vortrag werden die Konzepte von Quantencomputern und weitere Alternativen zu heutigen Computern vorgestellt. Neben der hohen Rechengeschwindigkeit ist es auch ein Ziel, weniger Energie zu verbrauchen. </p><p>Dr. Jochen Viehoff, Heinz Nixdorf MuseumsForum, Paderborn</p>]]></description>
                <author><![CDATA[Heinz Nixdorf MuseumsForum <service@hnf.de>]]></author>
                <pubDate>Thu, 18 Nov 2021 21:05:53 +0100</pubDate>
                            </item>
                    <item>
                <title><![CDATA[Das letzte Original – Auf den Spuren der Rechenmaschine von Leibniz]]></title>
                <link>https://beyond-eve.com/events/digitales-lernen</link>
                <description><![CDATA[<p>Als der junge Leibniz 1671 nach Paris kam, hatte er bereits die Idee für eine kühne Erfindung im Kopf: eine Maschine, die kinderleicht und vollautomatisch jegliche Rechnung ausführen kann. Er nannte sie 'machina arithmetica'. Keine der bekannten Maschinen war in der Lage, alle vier Grundrechenarten mechanisch zu rechnen. Doch was Leibniz in der Theorie schnell ersonnen hatte, stellte ihn in der Herstellung vor große Schwierigkeiten. Der entscheidende Brückenschlag von der Idee zur Verwirklichung gelang vor allem mithilfe der Uhrentechnik. Jedes der 650 Teile in Leibniz' Maschine war mit der Hand gefeilt und bearbeitet worden.</p><p><br></p><p>Der Vortrag beleuchtet, welchen Kraftakt es einst kostete, die erste Vier-Spezies-Rechenmaschine zu bauen, deren Funktionsprinzip bis zum Ende des Zeitalters der mechanischen Rechenmaschinen Verwendung fand.</p><p>Da die Anzahl der Teilnehmer im HNF beschränkt ist, wird die Möglichkeit geschaffen, den Vortrag über einen Livestream zu verfolgen.</p><p><br></p><p><a href="http://www.moeller-walsdorf.de/ariane/" rel="noopener noreferrer" target="_blank"><strong>Dr. Ariane Walsdorf</strong></a><strong>,</strong> Leibniz Universität Hannover</p>]]></description>
                <author><![CDATA[Heinz Nixdorf MuseumsForum <service@hnf.de>]]></author>
                <pubDate>Sun, 13 Jun 2021 19:38:11 +0200</pubDate>
                            </item>
                    <item>
                <title><![CDATA[Archived Landscapes and Archival Landscapes: Architectures of Political Record-Keeping in Early Modern Western Europe, 1450-1700]]></title>
                <link>https://beyond-eve.com/events/archived-landscapes-and-archival-landscapes-architectures-of-political-record-keeping-in-early-modern-western-europe-1450-1700</link>
                <description><![CDATA[<p>Die Materialität vordigitaler dokumentarischer Quellen bedeutet, dass ihre Aufbewahrung und Organisation in Archiven mindestens zwei gleichzeitige und getrennte architektonische Kontexte beinhaltete. Archivare versuchten, physische Dokumente innerhalb geordneter Räume lesbar zu platzieren; gleichzeitig waren Dokumente als Träger von Informationen ebenso Teil größerer konzeptioneller Architekturen, die im frühneuzeitlichen Europa oft räumlich konzipiert waren. Dieser Vortrag baut auf den bahnbrechenden Beiträgen von Peter Rück auf, der diese Dualität mit dem Begriff "ideal-topographisch" erfasst hat, wird aber über die kartographischen Beziehungen hinausgehen, die Rück als die häufigste Art der Ordnung von Archiven vom 14. bis 17. Anhand einiger bemerkenswerter Schöpfungen engagierter Archivarchitektur, von Savoyen im 15. Jahrhundert über Simancas bis hin zum Haus- und Hofarchiv in Wien in den 1740er Jahren, wird untersucht, wie die Architektur physischer Archive Landschaften des domänenhaften Raums bereitstellte, aber auch einschränkte, indem sie diese auf Archivbehälter projizierte. Auf diese Weise unterstützte die Archivierung wechselnde Herrschaftsarchitekturen, indem sie einen stabilen Ort bereitstellte, an dem solche Landschaften abgegrenzt und differenziert werden konnten, wie bei der Produktion von Karten oder Katastern.</p><p><strong>Randolph Head</strong> (Ph.D. University of Virginia; A.B. in Anthropologie, Harvard) ist Professor für Geschichte an der <a href="https://history.ucr.edu/people/randolph-head" rel="noopener noreferrer" target="_blank">University of California</a>. Im Rahmen seiner Forschung untersucht er Politik- und Institutionskultur in der Schweiz und in Europa um 1600. Jüngst veröffentlichte er eine komparative Studie über europäische Archive in der Frühen Neuzeit, die Fallbeispiele von Amsterdam bis Zürich und von Lissabon bis Wien enthält (<em>Making Archives in Early Modern Europe: Proof, Information and Political Record-Keeping, 1400-1700, </em>Cambridge University Press, 2019). In früheren Arbeiten beschäftigte er sich insbesondere mit der politischen Kultur der Schweiz, wozu eine Monographie über “<em>Early Modern Democracy in the Grisons”</em> (Cambridge University Press, 1995) und eine Biographie über Georg Jenatsch, eines Pastors, Soldaten und Politikers des frühen 17. Jahrhunderts, der 1639 von einem als Bären verkleideten Mann ermordet worden war, zählen (<em>Jenatsch’s Axe</em>, University of Rochester Press, 2008). 2013 veröffentlichte er als Co-Autor die <em>“Cambridge Concise History of Switzerland”</em> (Cambridge University Press) und war Herausgeber einiger Essaybände und Special Issues der Zeitschrift <em>Archival Science</em> (2010). Unterstützt wurde seine Forschung durch das Institute for Advanced Studies in Princeton, die American Philosophical Society, die Newberry Library und die Herzog-August Bibliothek in Wolfenbüttel. Zu Prof. Heads Lehrinteressen gehören Medientechnologien und Wissenssysteme im Verlauf der Geschichte, <em>popular politics</em> und Globalgeschichte in der Frühen Neuzeit.</p>]]></description>
                <author><![CDATA[Deutsches Architekturmuseum <info.dam@stadt-frankfurt.de>]]></author>
                <pubDate>Sun, 11 Jul 2021 14:00:58 +0200</pubDate>
                            </item>
                    <item>
                <title><![CDATA[KOSMOS-Lesung: „Alpengegenden am Meere“. Leopold von Buchs Reise in den hohen Norden (1806 – 1808)]]></title>
                <link>https://beyond-eve.com/events/kosmos-lesung-alpengegenden-am-meere-leopold-von-buchs-reise-in-den-hohen-norden-1806-1808</link>
                <description><![CDATA[<p>1806 brach der Geologe Leopold von Buch, ein Freund Alexander von Humboldts, zu einer zweijährigen Reise nach Skandinavien auf, die ihn bis ans Nordkap führte. Sein Reisebericht ist ein bemerkenswertes Dokument über die europäische Subarktis: als erstes deutschsprachiges Werk vermittelte es zu Beginn des 19. Jahrhunderts einem zeitgenössischen Publikum vor allem Informationen über die seinerzeit wenig bekannten Gegenden nördlich von Trondheim. Buch war nicht nur als Geologe unterwegs, sondern auch ein aufmerksamer Beobachter der politischen und gesellschaftlichen Situation insbesondere in der multiethnischen Subarktis. Seine Sicht auf die lokal und kulturell sehr unterschiedlichen Mensch–Umwelt–Beziehungen in dieser Region erscheint aus heutiger Sicht als problematisch, denn sie bewegt sich zwischen der Anerkennung traditioneller Natur- und Landschafts-Verhältnisse und der Forderung, den Anschluss an die Moderne zu vollziehen.</p><p>Programm</p><p><br></p><p>Moderation: Prof. Dr. Christoph Schneider - Humboldt-Universität zu Berlin</p><p> Musik: Jean Sibelius (1865-1957): „Valse triste“ op. 44 Nr. 1 (Tamara Naszer, Violoncello; Satchin Kanse, Klavier)</p><p>Begrüßung Prof. Dr.-Ing. Dr. Sabine Kunst, Präsidentin der Humboldt-Universität</p><p> Grußwort des Botschafters von Norwegen, S. E. Herr Petter Ølberg</p><p> Grußwort und Präsentation der 5-Euro-Münze "Subpolare Zone" und Vorankündigung der 5-Euro-Münze "Polare Zone", Frau Staatsekretärin, Bettina Hagedorn</p><p> Musik: Edward Grieg (1843-1907): „Zug der Zwerge“ aus Lyrische Stücke op. 54, (Satchin Kanse, Klavier)</p><p>Vortrag: „Alpengegenden am Meere“. Leopold von Buchs Reise in den hohen Norden (1806 – 1808), Prof. Dr. Marie-Theres Federhofer (Henrik-Steffens-Professorin an der Humboldt-Universität zu Berlin)</p><p> Musik: Jean Sibelius: „Romanze“ op. 78 Nr. 2 (Tamara Naszer, Violoncello; Satchin Kanse, Klavier)</p>]]></description>
                <author><![CDATA[Humboldt-Universität zu Berlin]]></author>
                <pubDate>Fri, 11 Jun 2021 22:51:57 +0200</pubDate>
                            </item>
                    <item>
                <title><![CDATA[Emotion – Ordnung – Konflikt. Theorien und Praktiken juridischer Zentrumsbildung in Italien]]></title>
                <link>https://beyond-eve.com/events/emotion-ordnung-konflikt-theorien-und-praktiken-juridischer-zentrumsbildung-in-italien</link>
                <description><![CDATA[<p>In Florenz wurde 2012 unweit des Flughafens der Palazzo del Tribunale eröffnet, der auf Planungen der 1970er Jahre rekurriert und aufgrund seiner dezentralen Lage und Monumentalität die Gemüter erhitzt. Ausgehend von diesem Beispiel beleuchtet mein Vortrag Prozesse juridischer Zentrumsbildung in Italien aus diachroner Perspektive. Von besonderem Interesse im Hinblick auf Ordnungsvorstellungen ist zum einen die städtebauliche Dimension. Zum anderen geht es um die Frage nach Wahrnehmung und Wirkung der Justizarchitektur, die die Begegnung mit einer solch abstrakten Größe wie dem Gesetz orchestriert und mit der angestrebten wie realen Verfasstheit von Stadt und Staat in besonderer Weise zusammenhängt. Den Schwerpunkt der Betrachtung bildet die Stadt Mailand, in der sich – auch aus Sicht der longue durée – besonders lebendige Reflexionen und Konflikte in Architekturtheorie, Architektur(entwurf) und Städtebau seit dem 15. Jahrhundert abzeichnen.</p><p><strong>Brigitte Sölch</strong> ist Professorin für Kunst- und Architekturgeschichte an der <a href="https://www.uni-heidelberg.de/fakultaeten/philosophie/zegk/iek/mitarbeiter/soelch/" rel="noopener noreferrer" target="_blank">Ruprecht-Karls-Universität Heidelberg (ZEGK – Institut für Europäische Kunstgeschichte)</a>. Sie promovierte an der ETH Zürich und an der Universität Augsburg (2003) und habilitierte an der Humboldt-Universität zu Berlin (2018), nachdem sie zuerst Wissenschaftliche Assistentin, dann Senior Research Scholar am Kunsthistorischen Institut in Florenz (Max-Planck-Institut) war. Sie vertrat die Professur für Kunstgeschichte mit dem Schwerpunkt Architektur an der Ruhr-Universität Bochum und hatte den Lehrstuhl für Architektur- und Designgeschichte/Architekturtheorie an der Staatlichen Akademie der Bildenden Künste Stuttgart inne. Im Jahr 2019 war sie Weinberg Fellow an der Italian Academy for Advanced Studies der Columbia University in New York City. Zu ihren Publikationen zählen „<em>Das Forum – nur eine Idee? Eine Problemgeschichte aus kunst- und architekturhistorischer Perspektive. 15.–21.Jh.</em>“ (Habilitationsschrift in Vorbereitung für den Druck) und „<em>Francesco Bianchini (1662–1729) und die Anfänge öffentlicher Museen in Rom</em> (Deutscher Kunstverlag, 2007“. Ihr Forschungsinteresse gilt insbesondere der Bild- und Architekturgeschichte mit Bezug zur (politischen) Ideengeschichte im 15.–21. Jahrhundert.</p>]]></description>
                <author><![CDATA[Deutsches Architekturmuseum <info.dam@stadt-frankfurt.de>]]></author>
                <pubDate>Sun, 11 Jul 2021 13:16:48 +0200</pubDate>
                            </item>
                    <item>
                <title><![CDATA[Zwischen Allmacht und Ohnmacht. Die gebaute Ordnung der nationalsozialistischen Vernichtungslager]]></title>
                <link>https://beyond-eve.com/events/zwischen-allmacht-und-ohnmacht-die-gebaute-ordnung-der-nationalsozialistischen-vernichtungslager</link>
                <description><![CDATA[<p>Unser alltägliches Leben wird in nicht unerheblichem Maße von der architektonischen Konfiguration des uns umgebenden Raums beeinflusst. Hierbei handelt es sich jedoch nur selten um das Produkt zufälliger und nicht intendierter Umstände. So müssen sich Architekt_innen, die sich mit der baulichen Gestaltung von Regierungs- und Behördengebäuden, städtischen Räumen oder anderen Formen des Gebauten auseinandersetzen, seit jeher nicht nur nach ästhetischen, sondern gleichermaßen nach funktionalen Anforderungen und Bedürfnissen richten, die an die von ihnen entworfenen Bauten und Architekturen gestellt werden. Resultat sind sich architektonisch manifestierende Räume, die unter anderem politisch-soziale Ordnungen und Idealvorstellungen widerspiegeln und konstituieren sollen oder in Hinblick auf spezifische Formen der Machtausübung und Machtsicherung gestaltet werden.</p><p>Die Ringvorlesung „Gebaute Ordnung“ wird sich im Sommersemester 2021 mit Räumen der Macht auseinandersetzen und insbesondere nach der bei ihnen wahrnehmbaren Verzahnung von architektonischen und räumlichen mit politischen und sozialen Ordnungen fragen. Diesem Themenkomplex wird im Rahmen von vier Abendvorträgen nachgegangen, bei denen es um Architekturen der Integration, der Ausgrenzung und der Vernichtung, der Repräsentation und Legitimation und der Sicherung von Macht gehen wird.</p>]]></description>
                <author><![CDATA[Deutsches Architekturmuseum <info.dam@stadt-frankfurt.de>]]></author>
                <pubDate>Sun, 11 Jul 2021 13:09:30 +0200</pubDate>
                            </item>
                    <item>
                <title><![CDATA[Alfred Wegener und sein Vermächtnis für die Geologie]]></title>
                <link>https://beyond-eve.com/events/alfred-wegener-und-sein-vermachtnis-fur-die-geologie</link>
                <description><![CDATA[<p>Das Senckenberg Naturmuseum geht der spannenden Frage nach, wie Alfred Wegener damals auf seine kontroverse Theorie kam und warum es so lange dauerte, bis seine bahnbrechende Idee schließlich Anerkennung fand. Kommen Sie mit auf eine virtuelle Zeitreise!</p><p>Alfred Wegener, geboren 1880 in Berlin, war Meterologe und Physiker. Als Grönlandforscher machte er sich einen Namen und unternahm einige Erstbegehungen, stellte Rekorde auf und fand schließlich auf einer seiner Expedition im Eis den Tod. Als Todesursache vermutete man Herzversagen infolge von Überanstrengung. Was aber auf ewig mit ihm verknüpft bleiben wird, ist seine „Theorie der Kontinentaldrift“, die er erstmals im Frankfurter Senckenberg Naturmuseum 1912 vortrug. Zu Lebzeiten erhielt er dafür wenig Anerkennung und es sollte noch weitere 30 Jahre dauern, bis diese Theorie erneut aufgegriffen und zu dem weiterentwickelt wurde, was wir heute als „Plattentektonik“ bezeichnen.</p><p>Plattform: Zoom Video Communications</p>]]></description>
                <author><![CDATA[Senckenberg Gesellschaft für Naturforschung <info@senckenberg.de>]]></author>
                <pubDate>Sun, 14 Mar 2021 20:54:16 +0100</pubDate>
                            </item>
                    <item>
                <title><![CDATA[Gebaute Ordnung: Räume der Macht / The Architecture of European Integration]]></title>
                <link>https://beyond-eve.com/events/gebaute-ordnung-raume-der-macht-the-architecture-of-european-integration</link>
                <description><![CDATA[<p>Unser alltägliches Leben wird in nicht unerheblichem Maße von der architektonischen Konfiguration des uns umgebenden Raums beeinflusst. Hierbei handelt es sich jedoch nur selten um das Produkt zufälliger und nicht intendierter Umstände. So müssen sich Architekt_innen, die sich mit der baulichen Gestaltung von Regierungs- und Behördengebäuden, städtischen Räumen oder anderen Formen des Gebauten auseinandersetzen, seit jeher nicht nur nach ästhetischen, sondern gleichermaßen nach funktionalen Anforderungen und Bedürfnissen richten, die an die von ihnen entworfenen Bauten und Architekturen gestellt werden. Resultat sind sich architektonisch manifestierende Räume, die unter anderem politisch-soziale Ordnungen und Idealvorstellungen widerspiegeln und konstituieren sollen oder in Hinblick auf spezifische Formen der Machtausübung und Machtsicherung gestaltet werden.</p><p>Die Ringvorlesung „Gebaute Ordnung“ wird sich im Sommersemester 2021 mit Räumen der Macht auseinandersetzen und insbesondere nach der bei ihnen wahrnehmbaren Verzahnung von architektonischen und räumlichen mit politischen und sozialen Ordnungen fragen. Diesem Themenkomplex wird im Rahmen von vier Abendvorträgen nachgegangen, bei denen es um Architekturen der Integration, der Ausgrenzung und der Vernichtung, der Repräsentation und Legitimation und der Sicherung von Macht gehen wird.</p><p><br></p><p>SEBASTIANO FABBRINI</p><p>The Architecture of European Integration</p><p>„Architekturen des Ordnens“ ist ein auf vier Jahre (2020-2023) angelegtes interdisziplinäres Forschungsprojekt der Goethe-Universität Frankfurt und Technischen Universität Darmstadt, mit dem Max-Planck-Institut für Rechtsgeschichte und Rechtstheorie und dem Deutschen Architekturmuseum als außeruniversitären Partnern.</p>]]></description>
                <author><![CDATA[Deutsches Architekturmuseum <info.dam@stadt-frankfurt.de>]]></author>
                <pubDate>Sun, 11 Jul 2021 12:21:15 +0200</pubDate>
                            </item>
                    <item>
                <title><![CDATA[Anne Weber: Annette, ein Heldinnenepos ]]></title>
                <link>https://beyond-eve.com/events/anne-weber-annette-ein-heldinnenepos</link>
                <description><![CDATA[<p>Sage mir, Muse, die Taten der Vielgewanderten</p><p>Was für ein Leben! Geboren 1923 in der Bretagne, aufgewachsen in einfachen Verhältnissen, schon als Jugendliche Mitglied der kommunistischen Résistance, Retterin zweier jüdischer Jugendlicher, nach dem Krieg Neurophysiologin in Marseille, 1959 zu zehn Jahren Gefängnis verurteilt wegen ihres Engagements auf Seiten der algerischen Unabhängigkeitsbewegung und noch heute an französischen Schulen ein lebendiges Beispiel für die Wichtigkeit des Ungehorsams. Die Autorin und Übersetzerin Anne Weber erzählt das unwahrscheinliche Leben der Anne Beaumanoir in einem brillanten biografischen Heldinnenepos. „Annette, ein Heldinnenepos“ (Matthes &amp; Seitz Berlin) hat formal und inhaltlich alle in den Bann gezogen. Deutscher Buchpreis 2020! Im Literaturhaus ist sie zum zweiten Mal zu Gast und spricht mit der Literaturkritikerin Beate Tröger über Anne und Annette, Widerspruchsgeist, Versformen und über die Renaissance einer für obsolet gehaltenen Gattung.</p><p><strong>Deutscher Buchpreis 2020</strong></p><p>Moderation: Beate Tröger</p><p>Die Veranstaltung ist Teil der Kampagne <a href="https://literaturhaus-frankfurt.de/programm/zweiterfruehling/" rel="noopener noreferrer" target="_blank">ZWEITERFRUEHLING</a>: Veranstalter, Verlage, Medien und Buchhandlungen schenken Büchern, die im von der Corona-Krise bestimmten Jahr 2020 erschienen sind, weit über die Saison hinaus ihre Aufmerksamkeit. #zweiterfruehling</p><p>Streamingticket 5 Euro</p>]]></description>
                <author><![CDATA[Literaturhaus Frankfurt am Main e.V. <info@literaturhaus-frankfurt.de>]]></author>
                <pubDate>Sat, 02 Jan 2021 12:16:37 +0100</pubDate>
                            </item>
                    <item>
                <title><![CDATA[Markenikonen im 21. Jahrhundert: Ludwig Hohlwein]]></title>
                <link>https://beyond-eve.com/events/markenikonen-im-21-jahrhundert-ludwig-hohlwein</link>
                <description><![CDATA[<h3>Markenikonen im 21. Jahrhundert: Ludwig Hohlwein</h3><p><br></p><p><strong>Markenikonen im 21. Jahrhundert: Das widersprüchliche Erbe des Star-Designers Ludwig Hohlwein aus Wiesbaden</strong></p><p>Virtuelle Diskussion mit Expertinnen und Experten aus der Hochschule RheinMain sowie dem Kurator der Ausstellung zur Relevanz des Wirkens von Ludwig Hohlwein (1874-1949) für die Markenwelt von heute.</p><p><strong>Diskussionsteilnehmer:</strong></p><p><a href="https://www.hs-rm.de/de/hochschule/personen/albert-dennis" rel="noopener noreferrer" target="_blank">Prof. Dr. Dennis Albert</a>, Professor für Marketing Management, Hochschule RheinMain</p><p><a href="https://www.hs-rm.de/de/hochschule/personen/steiner-theo" rel="noopener noreferrer" target="_blank">Prof. Dr. Theo Steiner</a>, Professor für Designtheorie, Hochschule RheinMain</p><p>Hans-Georg Böcher, Kurator der Hohlwein-Ausstellung und geschäftsführender Vorstand, Deutsches Verpackungsmuseums, Heidelberg</p><p><strong>Moderation:</strong> <a href="https://www.hs-rm.de/de/hochschule/personen/moutchnik-alexander" rel="noopener noreferrer" target="_blank">Prof. Dr. Dr. Alexander Moutchnik</a>, Professor für Medienwirtschaft und Medienökonomie, Hochschule RheinMain</p><p>Details zur begleitenden Ausstellung finden Sie <a href="https://www.wiesbaden.de/microsite/sam/ausstellungen/content/ludwig-hohlwein.php" rel="noopener noreferrer" target="_blank">hier</a>.</p>]]></description>
                <author><![CDATA[Hochschule RheinMain - IMPACT RheinMain]]></author>
                <pubDate>Sat, 26 Dec 2020 11:50:26 +0100</pubDate>
                            </item>
                    <item>
                <title><![CDATA[Ernst May Haus Frankfurt und Max Liebling Haus Tel Aviv – Architektur-Denkmal als Ausstellungs- und Besuchsobjekt?]]></title>
                <link>https://beyond-eve.com/events/ernst-may-haus-frankfurt-und-max-liebling-haus-tel-aviv-architektur-denkmal-als-ausstellungs-und-besuchsobjekt</link>
                <description><![CDATA[<p>Die dritte Onlinediskussion der Veranstaltungsreihe „Kontext, Kontrast, Kontinuität – Erhalt des kulturellen Erbes und Stadtentwicklung“ wird sich mit Musterhäusern der Moderne befassen.</p><p>Im Fokus dieser Veranstaltung stehen das Max Liebling Haus in Tel Aviv&nbsp;und das Frankfurter Ernst May Haus. Das <strong>Max Liebling Haus</strong>, 1936 nach Entwürfen des Architekten Dov Karmi von Max und Tony Liebling erbaut,&nbsp;beherbergt seit kurzem das <strong>White City Center Tel Aviv</strong>, ein Zentrum für Denkmalschutz und Architektur. Das White City Center entstand 2019 aus einer israelisch-deutschen Initiative und unterstreicht so die gemeinsame historische und baukulturelle Bedeutung der Weißen Stadt. Das <strong>Ernst May Haus</strong> in der Frankfurter Römerstadt, errichtet 1927/28 von Carl Hermann Rudloff und Ernst May, steht beispielhaft für das umfassende Wohnungsbauprogramm des Neuen Frankfurt. Das kleine Einfamilien-Reihenhaus wurde liebevoll saniert und in den Zustand von 1929 rückgebaut, seit 2010 kann es besucht werden.</p><p>Die Architektin&nbsp;und Programmdirektorin des Max Liebling Haus&nbsp;<strong>Sharon Golan Yaron</strong>&nbsp;berichtet von ihrer kuratorischen Arbeit für das White City Center Tel Aviv und der Vorsitzende der ernst-may-gesellschaft&nbsp;<strong>Prof. Dr. Klaus Klemp</strong> stellt das Ernst May Haus sowie die Programmarbeit des Forum Neues Frankfurt vor. Sie werden die radikal unterschiedlichen kuratorischen Strategien hinter den beiden Häusern aufzeigen. Und die verschiedenen Ansätze des Storytelling in Baudenkmälern werden auch in der anschließenden Diskussion ausgelotet, die von <strong>Natascha Drabbe</strong>, Direktorin und Gründerin des Netzwerkes <a href="http://www.iconichouses.org" rel="noopener noreferrer" target="_blank">Iconic Houses</a>, eröffnet wird.</p><p>Die Veranstaltung findet in englischer Sprache statt.</p>]]></description>
                <author><![CDATA[Deutsches Architekturmuseum <info.dam@stadt-frankfurt.de>]]></author>
                <pubDate>Fri, 22 Jan 2021 17:40:50 +0100</pubDate>
                            </item>
                    <item>
                <title><![CDATA[Edler Zorn und Wut im Bauch. Historische Metamorphosen]]></title>
                <link>https://beyond-eve.com/events/edler-zorn-und-wut-im-bauch-historische-metamorphosen</link>
                <description><![CDATA[<p>Der Vortrag analysiert die semantischen Verschiebungen von Zorn und Wut, vor allem mit Blick auf das 20. und frühe 21. Jahrhundert. Er fragt nach den sozialen Standorten dieser Gefühle und nach ihrem Verhältnis zur Demokratie. Wer darf sich Zorn – oder Wut – leisten, wer nicht? Welche Wut gilt als akzeptabel und unter welchen historischen Umständen?</p><p><strong>Ute Frevert </strong>ist Professorin für Geschichte, Sozial- und Geschlechtergeschichte, seit 2008 Direktorin am Max-Planck-Institut für Bildungsforschung in Berlin; zahlreiche Publikationen zur Geschlechterdifferenz und zur Politik und Sozialgeschichte der Gefühle, zuletzt »Mächtige Gefühle. Von A wie Angst bis Z wie Zuneigung« [2020], »Kapitalismus. Märkte und Moral« [2019], »Zur Politik der Demütigung. Schauplätze von Macht und Ohnmacht« [2017]; 2020 erhielt sie den Sigmund-Freud-Preis für wissenschaftliche Prosa der deutschen Akademie für Sprache und Dichtung.</p><p><em>Einführung und Gespräch: Michael Kämper-van den Boogaart </em></p>]]></description>
                <author><![CDATA[Mosse Lectures <info@mosse-lectures.de>]]></author>
                <pubDate>Sat, 01 May 2021 12:27:43 +0200</pubDate>
                            </item>
                    <item>
                <title><![CDATA[Der Code des Kapitals – Wie das Recht Reichtum und Ungleichheit schafft]]></title>
                <link>https://beyond-eve.com/events/der-code-des-kapitals-wie-das-recht-reichtum-und-ungleichheit-schafft</link>
                <description><![CDATA[<p>Wie entsteht Kapital – und wie wächst die weltweite Ungleichheit? Katharina Pistor wirft in ihrem Buch „<a href="https://www.suhrkamp.de/buecher/der_code_des_kapitals-katharina_pistor_58760.html" rel="noopener noreferrer" target="_blank">Der Code des Kapitals: Wie Recht Reichtum und Ungleichheit schafft</a>“ einen scharfen und durchaus neuen Blick auf die Rolle des Rechts, genauer: des angelsächsischen Privatrechts. Mit seiner Hilfe „codieren“ hochspezialisierte Anwaltskanzleien selektiv bestimmte Vermögenswerte und statten sie mit der Fähigkeit aus, privaten Reichtum weltweit zu schützen und zu vergrößern. Auf diese Weise kann jedes Objekt, jeder Anspruch oder jede Idee in Kapital umgewandelt werden. Anwälte sind die Hüter dieses Codes. Sie wählen aus verschiedenen Rechtssystemen und Rechtsinstrumenten diejenigen aus, die den Bedürfnissen ihrer Mandanten am besten dienen. Techniken, die vor Jahrhunderten Landbesitz in Kapital transformierten, dienen heute zur Codierung von Aktien, Anleihen, Ideen und Zukunftserwartungen.</p><p>Mit:</p><ul><li><strong>Katharina Pistor</strong>, Professorin für vergleichende Rechtswissenschaft und Direktorin des Center on Global Legal Transformation an der Law School der Columbia University in New York</li><li><strong>Sven Giegold</strong>, Mitglied des Europäischen Parlaments; Sprecher der deutschen Grünen im Europaparlament und Obmann der grünen Fraktion im Ausschuss für Wirtschafts- und Finanzpolitik</li></ul><p><strong>Moderation</strong>: Jörg Haas, Referent Internationale Politik, Heinrich Böll Stiftung</p><p><strong>Katharina Pistor</strong> ist Professorin an der renommierten Columbia Law School in New York. Im Rahmen der Veranstaltung stellt sie die zentralen Thesen ihres Buchs vor. Es wurde 2019 von der Financial Times als eines der besten Bücher des Jahres ausgezeichnet. Die deutsche Übersetzung erscheint am 16. November im Suhrkamp Verlag und wird in dieser Veranstaltung erstmalig öffentlich vorgestellt.</p><p><br></p><p><strong>Sven Giegold</strong>&nbsp;ist Europaabgeordneter und Obmann der Grünen Fraktion im Ausschuss Wirtschaft- und Finanzen. In seiner parlamentarischen Arbeit streitet er gegen Steuerdumping, für eine effektive Regulierung der Finanzmärkte und eine sozial-ökologische Transformation der europäischen Wirtschaft.</p>]]></description>
                <author><![CDATA[Heinrich Böll Stiftung e.V. <info@boell.de>]]></author>
                <pubDate>Sat, 26 Dec 2020 13:28:40 +0100</pubDate>
                            </item>
                    <item>
                <title><![CDATA[Anger and its Interaction with Love and Hate]]></title>
                <link>https://beyond-eve.com/events/anger-and-its-interaction-with-love-and-hate</link>
                <description><![CDATA[<p>Warum ist&nbsp;<em>Zorn&nbsp;</em>in der heutigen Welt zu einem so dominanten Thema geworden, dass man sogar von einem »Zeitalter des Zorns« gesprochen hat? Ist es denkbar, dass diese Emotionalisierung sich auch positiv auswirken könnte, unter welchen Bedingungen? Philosophie- und religions-geschichtlich kann man zwei Zugänge zu diesem Thema feststellen. Zum einen eine vollständige Ablehnung, im Buddhismus zum Beispiel und im Stoizismus; zum anderen die zustimmende Qualifizierung des&nbsp;<em>Zorns</em>&nbsp;als eine Tugend, unter besonderen Umständen, so zum Beispiel bei Aristoteles und Thomas von Aquin. Die absolute Negation wirkt sich nachteilig aus, wenn bestimmte Empfindungen derart ausgeschlossen werden, auch positiv erfahrbare Gefühle. Im Wesentlichen lassen sich zwei Ursachen für die in unserer Gesellschaft anwachsende Affizierung durch Zorn ausmachen. Zum einen die Verflüchtigung von traditionellen wie auch neuerlichen Wertsetzungen; zum anderen die allzu beliebige Äußerung von&nbsp;<em>Zorn</em>&nbsp;in den sozialen Medien. Zudem wirkt sich aus, dass immer mehr zornerfüllte Protestaktionen, der Jugend, von Frauen, eine Herausforderung an die traditionellen Vorgaben aufweisen. Zorn als ein populärer und triumphaler Affekt schießt indes am Ziel vorbei. Eine verbindliche, moralische Kraft kann nur entstehen, wenn der&nbsp;<em>Zorn</em>&nbsp;an Zusammenhang gewinnt, in seiner Nachhaltigkeit, Intensität und Reichweite. Andernfalls wird Zorn zur zerstörerischen Wut.</p><p><strong>Aaron Ben-Ze‘ev&nbsp;</strong>ist Professor für Philosophie an der Universität Haifa (Israel), deren langjähriger Präsident er war; Forschungen zur Sozialphilosophie, Wahrnehmungstheorie und Alltags-psychologie; zahlreiche Publikationen zur historischen und aktuellen Politik der Gefühle, u.a. »Love Online: Emotions on the Internet« (2004), »Die Logik der Gefühle.&nbsp;Kritik der emotionalen Intelligenz« (2009), »The Arc of Love. How Our Romantic Lives Change over Time« (2019).</p><p><em>Einführung und Gespräch: Ethel Matala de Mazza</em></p>]]></description>
                <author><![CDATA[Mosse Lectures <info@mosse-lectures.de>]]></author>
                <pubDate>Sat, 01 May 2021 10:57:36 +0200</pubDate>
                            </item>
                    <item>
                <title><![CDATA[Konjunkturprognosen zwischen Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft]]></title>
                <link>https://beyond-eve.com/events/konjunkturprognosen-zwischen-vergangenheit-gegenwart-und-zukunft</link>
                <description><![CDATA[Konjunkturprognosen haben sich die letzten vierzig Jahre in der öffentlichen Kommunikation als fester Gradmesser für die Entwicklung der Volkswirtschaft und dem gesellschaftlichen Wohlergehen etabliert. Die Angabe von Nachkommastellen vermittelt dabei den Eindruck, dass sich wirtschaftliche Zukunft punktgenau berechnen lässt. Tatsächlich sind Konjunkturprognosen aber regelmässigen Korrekturen unterworfen und divergieren je nach Anbieter. Auch haben Konjunkturprognosen seit ihrer internationalen Verbreitung kaum je einen wirtschaftlichen Umschwung vorausgesagt, sondern zeigten bestenfalls die Folgen eines bereits eingetretenen Schocks auf. Einiges spricht also dafür, dass Konjunkturprognosen gesellschaftlich weniger eine vorausschauende als eine ordnende Funktion einnehmen, bei welcher die Zukunft als bessere oder schlechtere Variante der Gegenwart vermittelt wird. Diese These sowie die Frage nach der quantitativen Durchdringung der Wirtschaft, der politischen Deutungshoheit der Konjunktur und der konkreten Verwendung von Prognosen stehen im Zentrum des Podiums.

Mit:
<strong>Prof. Dr. Jan Egbert Sturm</strong>, Professor für Angewandte Wirtschaftsforschung am Dept. für Management, Technologie und Ökonomie (D-MTEC) der ETH Zürich und Direktor der KOF Konjunkturforschungsstelle der ETH Zürich
<strong>Dr. Eric Scheidegger</strong>, Leiter der Direktion für Wirtschaftspolitik und stellvertretender Direktor des SECO
<strong>Dr. Andreas Schönenberger</strong>, CEO der Krankenversicherung Sanitas
<strong>Marion Ronca, Doktorandin</strong> in Geschichte am Historischen Seminar der Universität Zürich

Moderation: <strong>Prof. Dr. Tobias Straumann</strong>, Titularprofessor am Historisches Seminar der Universität Zürich]]></description>
                <author><![CDATA[Collegium Helveticum]]></author>
                <pubDate>Tue, 01 Dec 2020 15:34:20 +0100</pubDate>
                            </item>
                    <item>
                <title><![CDATA[Demokratie_Was wird aus der Krise des Politischen?]]></title>
                <link>https://beyond-eve.com/events/demokratie-was-wird-aus-der-krise-des-politischen</link>
                <description><![CDATA[Prof. Dr. Martin Saar ist Professor für Sozialphilosophie an der Goethe-Universität und Mitglied des Forschungsverbundes Normative Ordnungen. Seine Arbeitsschwerpunkte beziehen sich auf die politische Ideengeschichte der frühen Neuzeit, die Kritische Theorie und die neuere französische Philosophie, auf Fragen nach der Macht, der Geschichte und dem Subjekt. Seit einigen Jahren interessiert er sich für nicht-identitäre demokratietheoretische Positionen, die kritisch gegenüber der Kategorie des Volkes sind. Er veröffentlichte u.a. die Analysen »Genealogie als Kritik. Geschichte und Theorie des Subjekts nach Nietzsche und Foucault« und »Die Immanenz der Macht. Politische Theorie nach Spinoza«.

<strong>Prof. Dr. Martin Saar</strong> (Professor für Sozialphilosophie am Institut für Philosophie der Goethe-Universität und Principal Investigator des Exzellenzclusters „Die Herausbildung normativer Ordnungen“)

Tickets: regulär 10 €, ermäßigt 8 €]]></description>
                <author><![CDATA[Normativeorders <office@normativeorders.net>]]></author>
                <pubDate>Tue, 01 Dec 2020 15:34:01 +0100</pubDate>
                            </item>
                    <item>
                <title><![CDATA[Das Humboldt Forum und die Ethnologie]]></title>
                <link>https://beyond-eve.com/events/das-humboldt-forum-und-die-ethnologie</link>
                <description><![CDATA[Das Auffälligste am Streit um das Humboldt Forum ist der Streit selbst. Er will nicht enden. Es ist wohl Ironie der Geschichte, dass ausgerechnet jene völkerkundlichen Sammlungen, die am weitesten von der ungeliebten preußischdeutschen Vergangenheit wegführen sollten, den Konflikt am Ende doch wieder nach Hause brachten. Denn jetzt wird über die koloniale Verantwortung gestritten und die Frage der Restitution der Objekte.
In all diesen Debatten haben sich die Historiker zu Wort gemeldet, die Kunstwissenschaftler, die Museumsfachleute, die Politiker und nicht zuletzt die Kritiker der nachkolonialen Verhältnisse schlechthin. Nur von denen, die sich von Berufs wegen am besten mit den in Rede stehenden Sammlungen auskennen, von den Ethnologen, war erstaunlich wenig zu hören. Das ändert sich mit diesem Buch.

Mit <strong>Prof. em. Dr. Karl-Heinz Kohl** (Professor emeritus für Kultur- und Völkerkunde an der Goethe-Universität Frankfurt am Main, Exzellenzcluster „Die Herausbildung normativer Ordnungen“), **Johann Michael Möller** (Hörfunkdirektor des Mitteldeutschen Rundfunks a.D.) und **Prof. Gereon Sievernich</strong> (Kurator des Hauptstadtkulturfonds, ehemaliger Direktor des Martin-Gropius-Baus (MGB))

Moderation: <strong>Dr. Eva Charlotte Raabe</strong> (Kommissarische Leitung und Kustodin Ozeanien, Weltkulturen Museum)

Die Veranstaltung ist öffentlich. Der Eintritt ist frei]]></description>
                <author><![CDATA[Normativeorders <office@normativeorders.net>]]></author>
                <pubDate>Tue, 01 Dec 2020 15:33:58 +0100</pubDate>
                            </item>
                    <item>
                <title><![CDATA[Das Verbrechen des Holocaust verjährt nicht - Die Aufgaben von Historie und Justiz]]></title>
                <link>https://beyond-eve.com/events/das-verbrechen-des-holocaust-verjahrt-nicht-die-aufgaben-von-historie-und-justiz</link>
                <description><![CDATA[„Dadurch war aber der Gerichtshof überfordert, der nur zu einem einzigen Zweck zusammentritt, nämlich dem, Recht zu sprechen“, so Hannah Arendt, Beobachterin des Eichmann-Prozesses, den sie mit einer großen „Anzahl von Aufgaben“ und einer ganzen „Reihe politischer Nebenabsichten“ konfrontiert sah. Seit dem Jerusalemer Prozess des Jahres 1961 und den wenig später beginnenden Frankfurter Auschwitz-Prozessen, initiiert von Fritz Bauer, wird immer wieder über die Rolle der Justiz bei der Aufarbeitung des Holocaust diskutiert. Soll sie die einzelnen Verbrechen aufklären und die Täter schuldig sprechen, oder soll sie auch den Opfern eine Stimme geben und zur historischen Erforschung der Gründe, Ursachen und Folgen dieses Menschheitsverbrechens beitragen? Schon bald werden die letzten mutmaßlichen Täter gestorben sein – wie auch die Überlebenden der Opfergeneration. Was bringt es, Greise vor Gericht zu stellen? Welche Aufgaben hat die Geschichtswissenschaft im Unterschied zur Justiz? Wie sollten sich beide zu den jüngsten Relativierungsversuchen und der Gefahr eines wachsenden Antisemitismus verhalten? Darüber diskutiert Sybille Steinbacher, Direktorin des Fritz Bauer Instituts sowie Mitglied des Exzellenzclusters "Die Herausbildung normativer Ordnungen", mit dem Rechtswissenschaftler Boris Burghardt von der HU Berlin, der die strafrechtliche Aufarbeitung von Unrechtsregimen erforscht, und Günther Feld, der zunächst als Staatsanwalt und dann als Vertreter der Nebenklage an vielen NS-Verfahren beteiligt war.

PD Dr. Boris Burghardt (Lehrstuhl für Strafrecht, Strafprozessrecht und Rechtsinformatik, Humboldt-Universität zu Berlin) und Günther Feld (Staatsanwalt a.D., Rechtsanwalt) im Gespräch mit Prof. Dr. Sybille Steinbacher (Direktorin des Fritz Bauer Instituts und Principal Investigator des Exzellenzclusters „Die Herausbildung normativer Ordnungen")
Moderation: Rebecca C. Schmidt (Geschäftsführerin des Exzellenzclusters „Die Herausbildung normativer Ordnungen“)]]></description>
                <author><![CDATA[Normativeorders <office@normativeorders.net>]]></author>
                <pubDate>Tue, 01 Dec 2020 15:33:58 +0100</pubDate>
                            </item>
            </channel>
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